
Die Neue Lillebælt-Brücke
Die wunderschöne, von Architekten entworfene Hängebrücke über den Kleinen Belt ist in Wirklichkeit gar nicht mehr so neu. Denn am 21. Oktober 2020 wurde die Brücke 50 Jahre alt.
Ihre Entstehung kostete mehrere Menschenleben, sie wurde mehr als doppelt so teuer wie erwartet – aber sie markierte auch eine neue Zeit und schuf unzählige Geschichten.
Die Geschichte des Baus
Die Neue Lillebælt-Brücke wurde 1965-1970 gebaut und am 21. Oktober 1970 eingeweiht. Danach entlastete die neue Brücke einen Großteil des Straßenverkehrs von der Alten Lillebælt-Brücke.
Die Brücke hat 6 Fahrspuren, ist 1700 Meter lang und die Durchfahrtshöhe unter der Brücke beträgt 42 Meter. Sie wurde als Hängebrücke gebaut, wodurch die Anzahl der Brückenpfeiler im Lillebælt auf zwei reduziert werden konnte. Der Bau der Brücke kostete damals 265 Millionen Kronen. Dies entspricht heute etwa 2 Milliarden dänischen Kronen.
In den Nachkriegsjahren kam es zu einem starken Anstieg des Autoverkehrs, mit dem die Alte Brücke über Lillebælt nicht Schritt halten konnte. Aus politischer Sicht wollte man in ganz Dänemark eine bessere Mobilität und gute Bedingungen für Wirtschaftswachstum schaffen, und deshalb initiierte der Staat einen umfangreichen Bau von Autobahnen und Brücken im ganzen Land. Der erste Schritt war die Verbindung von Fünen und Jütland, was den weiteren Bau von Autobahnen durch Jütland ermöglichte. Damit war der Weg frei für die spätere Verbindung über den Großen Belt und damit ein zusammenhängendes Autobahnnetz in Dänemark.
Der Architekt von der Neuen Lillebælt-Brücke, Orla Mølgaard-Nielsen, wurde an der Kunstakademie in Kopenhagen in der Abteilung für Möbelkunst und Raumausstattung ausgebildet. In Zusammenarbeit mit seinem Partner Peter Hvidt hat er Arbeiten im Möbel- und Innenausbau, Bauten und Beratungsaufträge an großen Brückenanlagen, darunter die Neue Lillebælt-Brücke, ausgeführt.
Die Neue Lillebælt-Brücke markierte einen bedeutenden Entwicklungsschritt im modernen Hängebrückendesign und enthielt mehrere neue innovative Lösungen. Einige davon setzten neue Maßstäbe für den späteren Brückenbau, sowohl in Dänemark als auch international.